home kontakt impressum links  
pmv logo  
bild:
 
arzneimittel
diabetes
herz-kreislauf
krankheitskosten
muskel-skelett
neubildungen
pflege
psyche
sonstige projekte
   


Evaluationsprojekte


Evaluation der Wirksamkeit von
spezialisierter ambulanter palliativer Versorgung in Nordrhein (APVEL)
zum Text...


10-Jahres Evaluation
der Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal in Aufbau- und Konsolidierungsphase (INTEGRAL)
zum Text...


Geriatrische Versorgungsstrukturen in Baden-Württemberg
zum Text...


Evaluation des Vertrages zur Integrierten Versorgung zur psychoonkologischen Versorgung von an Krebs erkrankten Patienten(innen) in der Region Aachen
zum Text...


Begleitforschung zum
Franziskus-Carré
zum Text...


Evaluationsmodul der
Integrierten Versorgung »Gesundes Kinzigtal«:
Identifizierung und Abbau von Über-, Unter- und Fehlversorgung

zum Text...


Versorgungsepidemiologische Untersuchung geriatrischer Patienten auf der Basis von AOK-Routinedaten
zum Text...


Erhöhte Sterblichkeit in Dillingen: Analyse der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dillingen
zum Text...




Evaluation der Wirksamkeit von spezialisierter ambulanter palliativer Versorgung in Nordrhein (APVEL)

Die Versorgung von unheilbar kranken Patienten am Lebensende ist eine herausfordernde Aufgabe für Ärzte, Pflegekräfte, Angehörige und andere Beteiligte. Ziel ist nicht die Heilung der Erkrankung, sondern die Linderung von Symptomen und Leiden. Die Lebens-
qualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen sollen erhalten und verbessert werden, um ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen. Dies wird als »Palliativversor-
gung« bezeichnet.

Für gesetzlich krankenversicherte Betroffene gibt es eine besondere Form der Palliativversorgung in der häuslichen oder familiären Umgebung,
die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Sie wird durch einen Arzt oder eine Ärztin verordnet und umfasst je nach Bedarf ärztliche, pflegerische, psychologische und andere Leistungen sowie deren Koordination. Die behandelnden Personen müssen spezifische Kenntnisse und Erfahrungen haben und eng zusammenarbeiten. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Verordnung in einer SAPV-Richtlinie geregelt. Um SAPV anbieten zu können, schließen die gesetzlichen Krankenkassen Verträge mit den Einrichtungen oder Personen, welche die Versorgung überneh-
men. Daher sind
die Strukturen der SAPV regional unterschiedlich. Im Jahr 2014 gab es in Deutschland 250 SAPV-Verträge und 40.913 Erstverordnungen von SAPV.

Das Projekt APVEL untersucht,
wie gut die SAPV in der Region Nord-
rhein auf der Grundlage der SAPV-Richtlinie funktioniert
. Wie wirksam ist die Versorgung? Wie viele Patienten werden durch SAPV versorgt? Welche Versorgungsleistungen nehmen sie in Anspruch? Gibt es Unterschiede zu schwerstkranken Patienten, die keine SAPV, sondern eine andere Versorgung erhalten? Bestehen Unterschiede zwischen Stadt und Land? Hierzu werden Patienten, Angehörige und Ärzte mit Fragebögen und in Interviews befragt. Auch Daten von Krankenkas-
sen werden herangezogen und ausgewertet. Das Projekt wird für zwei Jahre mit insgesamt ca. 1,1 Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall können aus den Projektergebnissen Handlungsempfeh-
lungen abgeleitet werden, um die Palliativversorgung weiter zu verbessern. Die Untersuchungsmethoden sind auf andere Regionen in Deutschland übertragbar.

Antragsteller: Prof. Dr. Roman Rolke (Universitätsklinikum Aachen)
Konsortialpartner: Universität Köln (PMV forschungsgruppe), Universitätsklinikum Köln, Universitätsklinikum Bonn

Fördernde Institution: Gemeinsamer Bundesausschuss im Rahmen des Innovationsfonds


nach oben


10-Jahres Evaluation der Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal in Aufbau- und Konsolidierungsphase (INTEGRAL)

In Deutschland ist die Gesundheitsversorgung bisher streng nach ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung getrennt. Diese sogenannten »Sektorengrenzen« können durch die fehlende Interaktion ein Problem sein. »Integrierte Versorgung (IV)« ermög-
licht eine patientenorientierte und fachbereichsübergreifende medizi-
nische Versorgung durch die enge Zusammenarbeit von Hausärzten, Spezialisten, Kliniken und anderen Beteiligten der Gesundheitsver-
sorgung. Ziel ist es, die Qualität der Patientenversorgung im Vergleich zur Regelversorgung zu verbessern und gleichzeitig Wirtschaftlich-
keitsreserven zu erschließen.

Die
»Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal (IVGK)« ist ein Best-Practice-Beispiel für eine bevölkerungsbezogene Integrierte Versor-
gung
. Im Unterschied zu anderen Selektivverträgen, die auf inte-
grierte Behandlungsformen bei ausgewählten Krankheitsindikationen fokussieren,
nimmt die IVGK das gesamte Krankheits- bzw. Gesund-
heitsspektrum einer definierten Wohnbevölkerung
(mit Ausnahme der zahnärztlichen Versorgung) in den Blick.

In bisherigen Untersuchungen konnte eine kostengünstigere Versor-
gung durch die IVGK im Kinzigtal im Vergleich zur Regelversorgung realisiert werden. Die Versorgungsqualität ist allerdings bisher nur exemplarisch für die Aufbauphase der IVGK evaluiert worden: Im Vergleich zu anderen Gebieten Baden-Württembergs ist die Versor-
gungsqualität höher. Unklar ist, wie sie sich langfristig unter Alltags-
bedingungen entwickelt.
Deshalb soll die Versorgungsqualität der IVGK im Vergleich zur Regelversorgung über einen Zeitraum von
10 Jahren umfassend evaluiert werden
. Hierzu werden zunächst Indikatoren zur Qualitätsmessung entwickelt. Die Evaluation erfolgt dann mittels dieser Indikatoren. In einem abschließenden Workshop werden die Ergebnisse hinsichtlich Praxisrelevanz und Transferpoten-
zial diskutiert. Das Projekt wird für zwei Jahre mit insgesamt
ca. 528.000 Euro gefördert.

Im Erfolgsfall liefert das Projekt wichtige Erkenntnisse für die Ausge-
staltung des Selektivvertrags zur Integrierten Versorgung sowie für die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen in Deutschland. Darüber hinaus können die entwickelten Indikatoren auf das Quali-
tätsmonitoring anderer Versorgungsformen übertragen werden.

Antragsteller: Dr. H.c. Helmut Hildebrandt (Gesundes Kinzigtal GmbH)
Konsortialpartner: Universität Köln (PMV forschungsgruppe), Universitätsklinikum Freiburg, Universität Marburg (Institut für medizinische Biometrie und Statistik), Wissenschaftliches Institut der AOK (WidO)

Fördernde Institution: Gemeinsamer Bundesausschuss im Rahmen des Innovationsfonds


nach oben


Geriatrische Versorgungsstrukturen in Baden Württemberg

Im Fokus der Untersuchung steht die rehabilitative Versorgungs-
situation geriatrischer Patienten. Hintergrund ist das Bemühen, den Grundsatz »Rehabilitation vor Pflege« in der Versorgung älterer und hier insbesondere geriatrisch erkrankter Menschen flächendeckend umzusetzen. Eine zentrale Voraussetzung hierfür ist, dass geriatrische Patienten und ihr Rehabilitationspotential erkannt werden und den Patienten eine entsprechende rehabilitative Behandlung angeboten werden kann.
Mittels der Analyse von Routinedaten werden
Schätzungen zur Häufigkeit geriatrischer Patienten insgesamt sowie bezogen auf im Alter häufige Erkrankungen (Schlaganfall, Fraktur, Herzinsuffizienz) vorgenommen und deren Inanspruchnahme der gesundheitlichen Versorgung analysiert. Voraussetzung für diese Analysen ist eine Identifikation geriatrischer Patienten in Routinedaten - hierzu werden Operationalisierungen erarbeitet. Zusätzlich werden mittels Fokus-
gruppen und Experteninterviews
Einschätzungen der relevanten Akteure zur gegenwärtigen geriatrischen Rehabilitation in Baden-Württemberg und Vorstellungen zur Weiterentwicklung erhoben. Insbesondere werden hierdurch Erkenntnisse im Hinblick auf die tatsächlich realisierte Steuerung älterer Versicherter in einer konzeptionell vielgestaltigen Versorgungslandschaft erwartet. Die Studie soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Geriatrie-
konzeptes in Baden-Württemberg in Form von Empfehlungen leisten.

Ingrid Köster, Dr. Ingrid Schubert in Kooperation mit IMVR
(Dr. Ute Karbach, Prof. Dr. Holger Pfaff) und Fachbereich Allgemeinmedizin Universität Freiburg (Dr. Achim Siegel,
Prof. Dr. Wilhelm Niebling)

Laufzeit: April 2016 bis Juni 2018
Fördernde Institution: Sozialministerium Baden-Württemberg

nach oben


Evaluation des Vertrages zur Integrierten Versorgung zur psychoonkologischen Versorgung von an Krebs erkrankten Patienten(innen) in der Region Aachen

Die Studie evaluierte mittels Sekundärdatenanalyse die Maßnahmen, die im Rahmen der »Integrierten Versorgung« basierend auf dem Vertrag zur psychoonkologischen Versorgung von an Krebs erkrank-
ten Patienten(innen) in der Region Aachen zwischen der AOK Rhein-
land/Hamburg und dem Universitätsklinikum Aachen durchgeführt wurden.
Ziel der integrierten Versorgung zur Psychoonkologie ist es, Patienten mit einer Krebserkrankung bedarfsgerechte, niedrig-
schwellige und
kurzfristige psychoonkologische Krisenintervention zur Verfügung zu stellen. Die Effekte des Angebots intensivierter psycho-
onkologischer Versorgung wurden auf Basis von der AOK Rheinland/ Hamburg zur Verfügung gestellten Versichertendaten von Patienten mit stationärer Tumorbehandlung untersucht. Es wurde
die Inan-
spruchnahme von Psychotherapie, Psychopharmaka, stationären Aufenthalten, Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung
bei Patienten mit stationärer Tumorbehandlung im Universitätsklinikum Aachen (Inter-ventionsgruppe) im Vergleich zum Universitätsklinikum Essen (Kontrollgruppe) untersucht. Es wurde analysiert, ob die Intervention Einfluss auf die Inanspruchnahme hatte und ob sich hieraus ökono-
mische Effekte ergaben.

Dr. Veronika Lappe, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Juli 2016 bis September 2016
Fördernde Institution: AOK Rheinland/Hamburg

nach oben


Begleitforschung zum Franziskus-Carré

Seit mehreren Jahren findet eine enge
Kooperation zwischen dem Franziskus-Hospital und dem eigens in räumlicher Nähe angesiedelten Facharztzentrum Franziskus-Carré statt. Ziel ist eine Verbesserung der Patientenversorgung. Im Fokus der Begleitforschung soll zunächst die Frage stehen, welchen Nutzen die verschiedenen Akteure/Partner für sich in der jetzigen Konstruktion sehen. Des Weiteren soll nach Erfahrungen in der Kooperation, nach Erwartungen an die Netzwerk-
partner
sowie die Bereitschaft für eigene Aktivitäten für die Netzwerk-
arbeit
erhoben werden. Die gewonnenen Informationen dienen der Weiterentwicklung des Netzwerkes im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Hierzu sind die subjektiven Erfahrungen der verschiedenen Teilnehmer am Netzwerk, die in weiteren Schritten um objektive Parameter (Kennzahlen) erweitert werden können, wichtig.

Dr. Ingrid Schubert in Kooperation mit Dr. Ute Karbach (Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissen-
schaft (IMVR), Uni Köln)

Laufzeit: März 2014 bis Januar 2015
Fördernde Institution: Franziskus Hospital Münster

nach oben


Evaluationsmodul der Integrierten Versorgung »Gesundes Kinzigtal«: Identifizierung und Abbau von Über-, Unter- und Fehlversorgung

Die »Gesunde Kinzigtal GmbH« hat mit der AOK Baden-Württemberg sowie mit der LKK Baden-Württemberg einen populationsbezogenen Vertrag zur Integrierten Versorgung nach §140 SGB V für die Region Kinzigtal abgeschlossen. Der
IV-Vertrag »Gesundes Kinzigtal« zeichnet sich jedoch nicht nur durch den Populationsbezug und eine lange Laufzeit von neun Jahren aus, sondern auch durch eine umfangreiche Begleitforschung. Das von uns auf der Basis von Routinedaten durchgeführte Evaluationsmodul hat zum Ziel, »Unter-, Über- und Fehlversorgung« zu identifizieren, um einerseits festzustellen, ob durch das Konzept des Einspar-Contractings, das dem IV-Vertrag zugrunde liegt, nicht intendierte Risikoselektionen auftreten und um andererseits zu prüfen, ob die gesundheits-
bezogenen Ziele des Projektes erreicht werden. Das Projekt umfasst sowohl den Zeitraum vor Beginn der Integrierten Versorgung als auch den weiteren Verlauf.

Ingrid Köster, Peter Ihle, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Oktober 2007 bis Mai 2013
Fördernde Institution: »Gesundes Kinzigtal GmbH«

nach oben


Versorgungsepidemiologische Untersuchung geriatrischer Patienten auf der Basis von AOK-Routinedaten

Die stationäre geriatrische Versorgung ist in Deutschland unter-
schiedlich organisiert und finanziert: als stationäre Fachabteilung nach §108 Abs. 2 SGB V oder als Einrichtungen mit Versorgungsverträgen nach §111 SGB (Versorgungsverträge zwischen Krankenkassen und Vorsorge- bzw. Rehabilitationseinrichtungen). In einigen Bundes-
ländern sind auch beide Finanzierungsformen anzutreffen (z. B. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg). Die unterschiedlichen Organisationsformen sind mit unterschiedlichem Leistungsumfang und Ressourceneinsatz verbunden. Somit stellt sich die Frage, ob hieraus
unterschiedliche Ergebnisse in der Versorgungsqualität resultieren. In einem ersten Schritt soll zur Klärung dieser Frage auf der Basis von GKV-Routinedaten untersucht werden, ob sich je nach Organisations-
form Unterschiede sowohl im Klientel der geriatrischen Patienten als auch hinsichtlich ihrer Versorgung nach einem entsprechenden geriatrischen Indexaufenthalt feststellen lassen. Die Untersuchung erfolgt für die beiden Indikationen »Ischämischer Insult« und »Oberschenkelhalsfraktur«. Darüber hinaus sollen mögliche Effekte der unterschiedlichen Versorgungsformen hinsichtlich ausgewählter Versorgungsparameter sowie der Gesamtmortalität erhoben werden. Die Studie soll außerdem Hinweise für die Planung einer Primärstudie geben.

Dr. Sascha Abbas, Peter Ihle, Dr. Ingird Schubert

Laufzeit: Dezember 2010 bis Dezember 2011
Fördernde Institution: Hessisches Sozialministerium

nach oben


Erhöhte Sterblichkeit in Dillingen: Analyse der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dillingen

Im Landkreis Dillingen (Bayern) besteht eine gegenüber dem Landesdurchschnitt erhöhte Sterblichkeit, die sich schon seit den 1960er Jahren nachweisen lässt. Teile der Bevölkerung befürchten einen Zusammenhang mit dem Kernkraftwerk Grundremmingen. Zur Analyse der erhöhten Sterblichkeit vergab das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit als Grundlage für ein Gutachten verschiedene Forschungsaufträge. Durch die PMV for-
schungsgruppe wurde die
ambulante und stationäre Morbidität sowie das Inanspruchnahmeverhalten auf der Basis von Routinedaten für AOK-Versicherte im Landkreis Dillingen im Vergleich zu den umlie-
genden Landkreisen
Donau-Ries, Augsburg Land, Günzburg und Heidenheim untersucht. Ein zusätzlicher Fokus lag auf der Prävalenz und Versorgung von Herz-Kreislauferkrankungen. Forschungsleitend war die Annahme, dass sich eine erhöhte Mortalität in einer erhöhten Morbidität widerspiegelt. Zusätzlich zu den versichertenbezogenen Daten wurde die Krankenhausdiagnosestatistik für die Jahre 2000 bis 2008 herangezogen sowie flankierend 24 Interviews mit Professio-
nellen im Gesundheitswesen sowie Bürgern aus dem Landkreis durchgeführt.

Dr. Ingrid Schubert, Ingrid Köster, Patrik Dröge, Peter Ihle

Laufzeit: Juni 2010 bis November 2010
Fördernde Institution: Bayerisches Landesamt für Gesundheit
und Lebensmittelsicherheit

nach oben

versorgungsepidemiologie
qualitätssicherung
sekundärdatenanalyse