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Projekte zu Krankheitskosten


Kosten des
Schlaganfalls bei Patienten mit Vorhofflimmern
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Krankheitskostenstudie zu
Morbus Crohn
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Krankheitskosten zu
Herpes zoster
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Ressourcenverbrauch und Kosten bei
Endometriose
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Krankheitskostenstudie zur Lungenembolie
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Schätzung der direkten Kosten der letzten Lebensperiode
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Krankheitskostenstudie für Herpes zoster
und Postherpetische Neuralgie

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Juvenile Adipositas – Krankheitskosten- und Morbiditätsunterschiede
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Kosten des Schlaganfalls bei Patienten mit Vorhofflimmern

Die Behandlung, Behandlungsqualität sowie die -kosten von Patienten mit Vorhofflimmern sind von großem Public Health Interesse. Etwa 1% bis 2% der Bevölkerung leidet an Vorhofflimmern mit einer großen Anzahl unentdeckter Fälle. Eine große Herausforderung stellt bei diesen Patienten die Prävention von Thrombosen und damit von Schlaganfällen dar. Bisherige Untersuchungen der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern zeigen, dass insbesondere ältere Patienten nicht leitliniengerecht therapiert werden. Sie erhalten häufig keine oralen Antikoagulantien. Im Zuge der neuen Behandlungs-
möglichkeiten mit direkten Antikoagulantien, ist es von Interesse, die Inanspruchnahme und die Kosten zu untersuchen.
Ziel dieser Studie ist es, für Patienten mit Vorhofflimmern und Schlag-
anfall die medizinische Versorgung darzustellen und die
Exzesskosten im ersten, zweiten und dritten Jahr nach Schlaganfall zu ermitteln. Die Studie ist als retrospektive Kohortenstudie angelegt und basiert auf Daten der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen zwischen 2007 und 2012.

Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: September 2014 bis Juni 2015
Fördernde Institution: Pfizer Deutschlang GmbH

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Krankheitskostenstudie zu Morbus Crohn

Morbus Crohn stellt zusammen mit Colitis ulcerosa die Hauptform der chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) dar. In einer Vor-
untersuchung zum Kodierverhalten konnte festgestellt werden, dass bei einem Teil der Versicherten im Laufe eines Jahres sowohl Diagno-
sen für Morbus Crohn als auch für Colitis ulcerosa sowie Reizdarm-
syndrom (Mischformen der Erkrankung) kodiert wurden. Dennoch lassen sich prävalente Fälle mit diesen Erkrankungen in den GKV-Routinedaten erkennen. Ziel des Vorhabens ist eine
Krankheits-
kostenstudie für prävalente Morbus-Crohn Patienten
aus der Perspek-
tive der GKV (Ressourcenverbrauch) sowie zusätzlich unter Berück-
sichtigung der durch Arbeitsunfähigkeit entstehenden Kosten. Daten-
basis ist der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen.

Dr. Rebecca Hein, Ingrid Köster, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: März 2012 bis Juli 2012
Fördernde Institution: Abbott GmbH

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Krankheitskoste zu Herpes zoster

Im Jahr 2006 erhielt ein
Impfstoff zur Prävention des Herpes zoster und der durch Zoster verursachten Postherpetischen Neuralgie (PHN) für Personen ab dem 50. Lebensjahr die europäische Zulassung. Seit 2009 besteht auch eine deutsche Zulassung. Zur Einschätzung der Public Health Relevanz des Herpes zoster und zur Klärung der Frage, ob diese Impfung in die STIKO-Impfempfehlungen aufzunehmen sind, sind für gesundheitsökonomische Modellierungen deshalb neben den Angaben zur Einschränkung der Lebensqualität durch die Erkrankung insbesondere Daten zur Inzidenz des Herpes zoster, zur Häufigkeit der Komplikationen und zum Krankheitsverlauf verbunden mit dem Ressourcenverbrauch und dessen Kosten notwendig. Daten zum Ressourcenverbrauch bei Herpes zoster und PHN liegen für Deutsch-
land bislang nur aus dem Jahr 2004 für höhere Altersgruppen vor. Ziel des Vorhabens ist neben einer
Inzidenzschätzung für Herpes zoster und PHN für alle Altersgruppen die Erfassung ihres jeweiligen Ressourcenverbrauchs und ihrer Kosten (differenziert nach Sektoren und Hospitalisierung) mittels retrospektiver Kohortenanalyse auf der Basis der Daten der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen für das Jahr 2007 bzw. 2008. Die Darstellung der Kosten erfolgt vorwiegend aus Sicht der Krankenversicherung sowie zum Teil aus gesellschaftlicher Perspektive durch den Einbezug der Arbeitsunfähig-
keit.

Ingrid Köster, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Februar 2011 bis November 2011
Fördernde Institution: Robert Koch-Institut

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Ressourcenverbrauch und Kosten bei Endometriose

Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung bei der sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebär-
mutter in benachbarten Organen ansiedelt. Schätzungen gehen von Prävalenzen zwischen 1 und 10% in der weiblichen Bevölkerung aus. Im Rahmen des Projektes werden zunächst
Prävalenzen und Inzi-
denzen
der Endometriose für das Jahr 2006 geschätzt. Der weitere Fokus der Untersuchung liegt im Verlauf der Endometrioseerkrankung nach Erstdiagnose. Hierbei sollen die Kosten und der Ressourcen-
verbrauch wie
Arztbesuche, Medikamentenkonsum und Hospitali-
sierungen vor und nach Inzidenz
gegenüber gestellt werden. Die Kosten- und Ressourcenanalyse wird zusätzlich bei Patienten ohne Diagnosestellung aber mit Endometriose einhergehenden Symptomen durchgeführt. Hierdurch sollen Überschneidungen im Ressourcen-
muster zwischen den Patienten mit Endometriosediagnose und denen mit Endometriose einhergehenden Symptomen aufgezeigt werden. Datengrundlage ist die Versichertenstichprobe AOK Hessen/
KV Hessen der Jahre 2005 bis 2007.

Dr. Sascha Abbas, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Oktober 2009 bis Mai 2010
Fördernde Institutionen: Bayer HealthCare, United BioSource Corporation

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Krankheitskostenstudie zur Lungenembolie

Die Lungenembolie ist ein klinisch gefürchtetes Ereignis, da sie mit einer hohen Letalität einhergeht. Die Datenlage zur Häufigkeit von Lungenembolien in Deutschland ist unbefriedigend. Auf der Basis der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen werden zunächst für die Jahre 2000 bis 2006
Prävalenzschätzungen zur Lungenembolie als stationäres Ereignis (Entlassungs- und Nebendiagnose) durchgeführt. Für den gleichen Zeitraum werden Mortalitätsraten für unterschied-
liche Zeiträume dargestellt. Für das Jahr 2006 wird die Behandlung einer Lungenembolie mit oralen Antikoagulantien, Heparinen und Kompressionsstrümpfen unter Alltagsbedingungen beschrieben und die
direkten Pro-Kopf-Kosten für die einzelnen Sektoren im Exzess-Kosten-Ansatz ausgewiesen.

Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Dr. Lothar Heymans, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: November 2008 bis September 2009
Fördernde Institution: Sanofi-Aventis GmbH

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Schätzung der direkten Kosten der letzten Lebensperiode

Darstellung versichertenbezogener Ausgabenprofile nach Sektoren für die
Versicherten in der letzten Lebensperiode im Vergleich zu nicht versterbenden Versicherten. Datenbasis ist die Versichertenstich-
probe AOK Hessen/KV Hessen. Beobachtungszeitraum sind die Kalenderjahre 2000-2002 mit Einbeziehung aller versorgungs-
relevanter Sektoren der Kranken- und Pflegeversicherung. Die Kosten des letzten Lebensjahres liegen deutlich über den Ausgaben von gleichaltrigen nicht Versterbenden. Die Kosten der Kranken-
versicherung sinken in allen Sektoren mit dem Alter ab und sind bei den über 90-Jährigen mit ca. 8.600 Euro nur noch halb so hoch wie die Kosten in der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen. Die Kosten der Pflegeversicherung im letzten Lebensjahr zeigen hingegen einen deutlichen Anstieg mit dem Alter und verdreifachen sich für die oben genannten Altersgruppen und gleichen damit den Kostenrückgang der Krankenversicherung nahezu aus.

Peter Ihle

Laufzeit: April 2006 bis März 2008
Fördernde Institution: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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Krankheitskostenstudie für Herpes zoster und Postherpetische Neuralgie

Ziel der Untersuchung ist neben einer
Schätzung der Inzidenz für Herpes zoster und der postherpetischen Neuralgie (PHN) als häufigste neurologische Komplikation des Herpes zoster, die Erfassung des Ressourcenverbrauchs. Auf der Basis der Versichertenstichprobe
AOK Hessen/KV Hessen werden die Kosten im ersten Jahr nach Diagnosestellung getrennt für immunkompetente und nicht immun-
kompetente Patienten sowie für Herpes zoster Patienten mit und ohne PHN dargestellt.

Ingrid Köster, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Januar 2007 bis Mai 2007
Fördernde Institution: Sanofi Pasteur MSD

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Juvenile Adipositas – Krankheitskosten- und Morbiditäts-
unterschiede


Vor dem Hintergrund, dass zunehmend mehr
Kinder und Jugendliche übergewichtig sind, wurde untersucht, inwieweit Sekundärdaten Krankheitskosten- und Morbiditätsunterschiede abbilden. Auf Basis der Versichertenstichprobe AOK/KV Hessen wurden den unter
20-Jährigen mit Adipositasdiagnose im Jahr 2002 (ICD-10: E65, E66, E68) alters- und geschlechtsgleiche Patienten ohne Adipositas (1:4) gegenübergestellt.

Kinder mit einer Adipositasdiagnose (n=2.388) hatten im Vergleich zu den Kontrollen im Jahr 2002 um 20% höhere ambulant-stationäre
Pro-Kopf-Kosten (778 € vs. 658 €). Am deutlichsten war der Kosten-
unterschied bei den ambulantärztlichen Leistungen (+ 30%). Es wurden in der Fallgruppe häufiger Leistungen gefunden, die mit Diagnostik und Therapie der Adipositas oder ihrer Folgeerkrankungen in Zusammenhang gebracht werden können (z. B. Bestimmung von Blutzucker/-fette, Kuren wegen Adipositas, orthopädische Leistungen, Antihypertonika). Ebenso waren häufiger Erkrankungen kodiert, die ursächlich für die Adipositas sein könnten (z. B. Bewegungsein-
schränkung infolge von Fehlbildungen des Muskel-Skelettsystems). Für die Adipositaskinder wurden auch mehr Leistungen erbracht, bei denen kein Zusammenhang mit der Adipositas zu sehen ist (z. B. Impfungen).

Die Analyse einer Adipositaspopulation auf der Basis von GKV-Daten zeigte
relevante Morbiditäts- und Kostenunterschiede. Da externe Quellen (z. B. Schuleingangsuntersuchungen) höhere Prävalenzen für Adipositas angeben, könnten sich in der Kontrollgruppe nicht diag-
nostizierte übergewichtige Kinder befinden. Dadurch würde der Kosten- und Morbiditätsunterschied unterschätzt, es sei denn die nicht diagnostizierten Fälle wären nicht behandlungsbedürftig und damit auch nicht kostenrelevant. Eine Rolle spielten nicht nur unmittelbar adipositasassoziierte Leistungen (Diagnose, Therapie), sondern auch Leistungen, die sich auf Primär- und Folgeerkrankungen bezogen.

Dr. Veronika Lappe, Peter Ihle, Ingrid Köster, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Dezember 2004 bis März 2005
Fördernde Institutionen: Hoffmann-La Roche AG, Eigenmittel

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versorgungsepidemiologie
qualitätssicherung
sekundärdatenanalyse