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Projekte zu Neubildungen


Vergleichende Analyse der Häufigkeit
kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit Prostatakarzinom - eine retrospektive Beobachtungsstudie auf Basis anonymisierter GKV-Routinedaten
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Versorgungsepidemiologische Untersuchung zu
Brustkrebs mit Fokus auf der medikamentösen Therapie
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Versorgungsforschung Mammakarzinom - Leistungsinanspruchnahme und Wartezeiten von Patientinnen einer Versichertenstichprobe
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Diagnostik, Therapie und Therapieergebnisse von Lymphompatienten in der Routineversorgung und in Therapieoptimierungsstudien
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Vergleichende Analyse der Häufigkeit kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit Prostatakarzinom - eine retrospektive Beobachtungsstudie auf Basis anonymisierter GKV-Routinedaten (Modul 1)

Das Prostatakarzinom (PCa) stellt die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland dar. Ungefähr 20% aller Krebsneuerkrankungen bei Männern sind auf das PCa zurückzuführen. Bei Patienten mit PCa ist die medikamentöse Androgen-Deprivationstherapie (ADT) zusätzlich zur radikalen Prostatektomie und Strahlentherapie eine etablierte Säule der modernen PCa-Therapie. Bei PCa-Patienten, die mit einer medika-
mentösen ADT behandelt werden, zeigte sich in den letzten Jahren unter der Anwendung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten im Vergleich zu GnRH-Antagonisten
in Beobachtungsstudien und post-hoc Analysen von randomisierten Studien eine Assoziation von GnRH-Agonisten und kardiovaskulären Ereignissen wie z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat im Jahr 2010 eine Warnmeldung heraus-
gegeben,
die von einer Assoziation zwischen einer ADT und einem erhöhten Risiko von kardiovaskulären Ereignissen berichtete. Die Effekte, die in den Beobachtungsstudien gefunden wurden, waren dabei meist größer als die in der Re-Analyse von randomisierten Studien beobachteten. Dabei fanden die randomisierten Studien meist kein erhöhtes Risiko. Auch zeigten sich Unterschiede im relativen Risiko von kardiovaskulären Ereignissen zwischen GnRH-Agonisten und GnRH-Antagonisten mit einem geringeren Risiko bei der Verwendung von GnRH-Antagonisten.
Vor diesem Hintergrund soll
auf der Basis bundesweiter GKV-Daten (DaTrAV-Daten) untersucht werden, wie häufig kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit PCa unter medikamentöser ADT mit GnRH-Agonisten oder GnRH-Antagonisten beziehungsweise bei Patienten ohne medikamentöse Androgendeprivationstherapie dokumentiert sind. Das Projekt erfolgt in mehreren Modulen.
Im ersten Modul werden prävalente und inzidente Patienten mit Prostatakarzinom im Datensatz bestimmt. Inzidente Prostata-
krebspatienten werden in drei Therapiegruppen (ADT mit GnRH-Agonisten, ADT mit GnRH-Antagonisten, Patienten ohne ADT) eingeteilt und deskriptiv beschrieben. Für die Patienten der ADT-Gruppen wird die Häufigkeit von kardiovaskulären Ereignissen und das Ereignis Tod nach Initiierung einer ADT erhoben und der Gruppe der Patienten ohne ADT, beobachtet ab Inzidenzzeitpunkt, gegenübergestellt.


Peter Ihle

Laufzeit: Dezember 2016 bis Dezember 2017
Fördernde Institution: Ferring GmbH

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Versorgungsepidemiologische Untersuchung zu Brustkrebs mit Fokus auf der medikamentösen Therapie

Das Mammakarzinom ist mit Abstand der häufigste bösartige Tumor bei Frauen in Deutschland. Dagegen ist diese Erkrankung bei Männern sehr selten: laut RKI werden zwischen 0,5% und 1% der Mamma-
karzinome bei Männern festgestellt.
Der erste Teil dieses Projekts befasst sich mit der
Schätzung der administrativen Inzidenz und Prävalenz von Brustkrebs bei Männern und Frauen. Im zweiten Projektteil werden versorgungsepidemiolo-
gische Fragestellungen sowie der Krankheitsverlauf
untersucht. Außerdem werden die Krankheitskosten von Brustkrebs aus der GKV-Perspektive unter Verwendung des Exzesskosten-Ansatzes geschätzt. Datenbasis für die Untersuchung sind die bundesweiten GKV-Daten der Barmer GEK.

Dr. Rebecca Hein, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: März 2014 bis Februar 2015
Fördernde Institution: Roche Pharma AG

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Versorgungsforschung Mammakarzinom - Leistungsinanspruchnahme und Wartezeiten von Patientinnen einer Versichertenstichprobe

Ein Aspekt der Qualität der Versorgung von Brustkrebspatientinnen ist die
Wartezeit vom ersten Arztkontakt wegen Brustkrebs bis zur definitiven Diagnose und Beginn der Therapie. Weiterhin ist von Interesse, welche Zeitintervalle zwischen den einzelnen Therapie-
bausteinen
liegen und welche diagnostischen und therapeutischen Leistungen in Anspruch genommen werden. Mittels Daten der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen werden 500 Brust-
krebspatientinnen, die in den Jahren 2002 bis 2004 diagnostiziert wurden, in die Studie eingeschlossen und über zwei Jahre weiterverfolgt. Neben der Beschreibung der Therapie liegt ein Fokus der Untersuchung auch auf der
Inanspruchnahme der Nachsorge.

Simone Clemenz, Irene Schmidtmann (Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
in Kooperation mit der PMV forschungsgruppe

Laufzeit: September 2008 bis Februar 2009
Fördernde Institution: keine

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Diagnostik, Therapie und Therapieergebnisse von Lymphompatienten in der Routineversorgung und in Therapieoptimierungsstudien

Im Rahmen des Kompetenznetzwerks »Maligne Lymphome« erfolgte innerhalb des Teilprojekts 6 (Diagnostik, Therapie und Therapie-
ergebnisse von Lymphompatienten in der Routineversorgung und Therapieoptimierungsstudien) durch die PMV forschungsgruppe eine Analyse von Daten der Versichertenstichprobe AOK Hessen/
KV Hessen. Hierzu wurden die Daten aller Patienten mit malignen Lymphomen erhoben und in anonymisierter Form versicherten- und bevölkerungsbezogen über einen Zeitraum von 5 Jahren ausge-
wertet. Vorrangige Bearbeitungspunkte waren die
Schätzung von Inzidenz und Prävalenz sowie Fragestellungen aus der Versorgungs-
forschung und Gesundheitsökonomie.

Peter Ihle*, Dr. Andreas Reis (Teilprojekt 5 des Kompetenznetz-
werks »Maligne Lymphome« (Gesundheitsökonomie)),
Dr. Ursula Paulus* (*Teilprojekt 6 des Kompetenznetzwerks »Maligne Lymphome«)

Laufzeit: Oktober 1999 bis September 2004
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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versorgungsepidemiologie
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