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Projekte zum Thema Pflege


Inanspruchnahme von
Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung
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Inanspruchnahme von Leistungen des SGB V durch Pflegeleistungsempfänger
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Heilmittel im Kontext der Pflegebegutachtung
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Inanspruchnahme von Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung

Ziel dieser Studie war es die
Inanspruchnahme von Leistungen der Sozialen Pflegversicherung (SPV) im Querschnitt für das Jahr 2001 und im zeitlichen Verlauf für die Jahre 1998 bis 2002 zu untersuchen.

Die (Stichtags-)
Prävalenz (Leistungsempfänger im Dezember 2001 bezogen auf Versicherte am 31.12.2001) im Jahr 2001 betrug nach Standardisierung auf die hessische Bevölkerung 3% (Frauen: 3,9%, Männer: 2,1%). Die Inzidenz (neue Fälle von Pflegebedürftigkeit im Sinne des SGB XI) lag in den Jahren 1999 bis 2002 etwa gleichbleibend bei ca. 0,7%.

Von allen Leistungen entfielen knapp 60% auf das Pflegegeld, gefolgt von vollstationärer Pflege mit 24%, Kombinationsleistungen (11%) und Sachleistungen (7%). Im ambulanten Versorgungssektor sind über 54% der Pflegebedürftigen in Pflegestufe 1, 35% in Stufe 2 und 11% in Stufe 3. Im stationären Sektor überwiegt der Anteil der Pflegebedürftigen in Stufe 2 mit 45%.

Die Analyse der
zeitlichen Entwicklung der Inanspruchnahme von Leistungen zeigt für den Zeitraum zwischen 1998 bis 2002 eine Zunahme der Anzahl der Leistungsempfänger um 14% auf. Die Prävalenz nahm um 13,6% zu. Weiterhin zeigte sich, dass Empfänger von Pflegegeld im Vergleich zu den anderen Leistungsempfängern länger in der Leistungsart verbleiben (nach 4 Jahren: 28,1%, Sachleistungen: 8,0%, Kombinationsleistungen: 10,7%, Stationäre Pflege: 28,5%), seltener in die stationäre Pflege wechseln (6,9%, Sachleistungen: 11,8%, Kombinationsleistungen: 10,1%) und später versterben (57,3%, Sachleistungen: 70,1%, Kombinationsleistungen: 69,6%, stationäre Pflege: 68,9%).

Abschlussbericht: pdf (361 kb)

Ulrike Prüß, Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: November 2003 bis Oktober 2004
Fördernde Institutionen: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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Inanspruchnahme von Leistungen des SGB V durch Pflegeleistungsempfänger

In dieser Untersuchung wurden für die verschiedenen Pflegestufen und -arrangements (ambulant/stationär) Unterschiede sowohl im Diagnosespektrum aus der ambulanten Versorgung als auch in der Inanspruchnahme von
ambulanten Leistungen aufgezeigt.

Erwartungsgemäß zeigte sich, dass Pflegeleistungsempfänger über 60 Jahre multimorbider sind als über 60-jährige Personen ohne Pflege. Am häufigsten wurden bei allen untersuchten Gruppen Diagnosen aus der ICD-Hauptgruppe »Krankheiten des Kreislaufsystems« genannt.

Personen mit ausschließlich ambulanter Pflege suchten im Durch-
schnitt 2,5 Mal pro Monat einen Arzt auf, Personen in stationärer Pflege etwa 3,5 Mal. Die Zahl der Arztbesuche stieg mit zunehmender Pflegestufe an. In Bezug auf die
Facharztinanspruchnahme zeigten sich - auch bedingt durch das unterschiedliche Morbiditätsspektrum - große Unterschiede. Personen in ambulanter Pflege suchten häufiger den Augenarzt, den Chirurgen und den Radiologen auf, Personen in stationärer Pflege dagegen den Neurologen und den Dermatologen.

Die Anzahl der
Verordnungen stieg mit der Pflegestufe an. Personen in Pflegestufe 1 erhielten im Median 34 Packungen im Jahr 2002, Personen in Pflegestufe 3 dagegen 45 Packungen. Personen in ambulanter Pflege erhielten mehr Verordnungen im Vergleich zu Personen in stationärer Pflege (Median: 39 vs. 36 Packungen). Personen, die keine Pflegeleistungen in Anspruch nahmen, erhielten nur 13 Packungen im Median.

Abschlussbericht: pdf (240 kb)
Materialband: pdf (524 kb)

Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Ulrike Prüß, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: November 2004 bis Februar 2005
Fördernde Institutionen: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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Heilmittel im Kontext der Pflegebegutachtung

Ziel der Untersuchung zu diesem Thema war es, die Häufigkeit von Empfehlungen für
rehabilitative Maßnahmen, die der Medizinische Dienst der Krankenversicherung in den Pflegegutachten an die Pflegekasse ausspricht, und deren Umsetzung zu untersuchen.

Insgesamt kamen 7.840 Pflegegutachten der Jahre 2001/2002 zur Auswertung. Es konnte gezeigt werden, dass 15% der Antragsteller eine Empfehlung für eine rehabilitative Maßnahme erhielten, davon bezogen sich etwa 90% auf eine krankengymnastische Therapie. Unter den Personen mit einer Empfehlung waren mehr Männer, sie waren deutlich jünger, hatten eher eine höhere Pflegestufe, hatten seltener eine pflegebegründende Diagnose aus dem Bereich der Symptome und abnormen klinischen und Laborbefunde oder der psychischen und Verhaltensstörungen, waren seltener alleinlebend und stärker in ihrer Bewegung eingeschränkt. Nach einer solchen Empfehlung kam es jedoch nur bei maximal etwas über der Hälfte (Krankengymnastik) bzw. bei etwa einem Drittel (Ergotherapie und Logopädie) der Fälle tatsächlich zu einer Verordnung. Den stärksten positiven Einfluss auf die Umsetzung der Empfehlung hatten ein Alter unter 80 Jahren, Pflege durch professionelle Pflegekräfte, Pflege nicht im stationären Bereich, sowie - als gewichtigster Faktor - eine vorausgegangene Verordnung.

Abschlussbericht: pdf (521 kb)

Publikation:
Empfehlung rehabilitativer Maßnahmen im Rahmen der Pflege-
begutachtung und Umsetzung in der ambulanten Versorgung
Küpper-Nybelen Jutta, Ihle Peter, Deetjen Wolfgang, Schubert Ingrid
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 2006; 39: 100-108

Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Ulrike Prüß, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: März 2005 bis September 2005
Fördernde Institutionen: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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