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Projekte zu psychischen Erkrankungen


Regionale
Gesundheitsnetze im Landkreis Gießen / Kleinräumige Versorungsanalyse mit einem Indikatorenset für Versicherte mit Demenzerkrankungen im Landkreis Gießen
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Psychopharmaka bei Kindern und Jugendlichen: zeitliche Trends, langzeitverläufe und Einflussfaktoren für eine Verordnung auf der Basis von Daten deutschlandweit tätiger Krankenkassen
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Versorgung und Ressourcenverbrauch inzidenter Demenzpatienten unter besonderer Berücksichtigung der
Demenz bei Alzheimer-Krankheit
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Stationäre
psychiatrische Versorgung
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2-Jahres-Follow-up von Kindern und Jugendlichen mit

neu beginnender Methylphenidat-/Atomoxetintherapie

in den Jahren 2000 bis 2005

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Inanspruchnahmeverhalten von Demenzpatienten
im Spiegel von GKV-Daten

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Kinder und Jugendliche mit Behandlungsanlass
Hyperkinetische Störung
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Regionale Gesundheitsnetze im Landkreis Gießen / Kleinräumige Versorungsanalyse mit einem Indikatorenset für Versicherte mit Demenzerkrankungen im Landkreis Gießen

Ziel des Projektes »Bildung regionaler Gesundheitsnetze im Landkreis Gießen« ist die
Gesundheitsberichterstattung und datengestützte Versorgungsplanung für den Landkreis Gießen. Am Beispiel der Erkrankung Demenz sollen die hierfür notwendigen Schritte erarbeitet und implementiert werden. Die PMV forschungsgruppe trägt dazu Informationen bei, die aus der Analyse von Routinedaten der Kranken- und Pflegeversicherung von Versicherten mit der Erkran-
kung Demenz gewonnen werden können. Es werden
epidemiologische Kennzahlen zur Inzidenz und Prävalenz der Zielerkrankung ermittelt sowie versorgungsrelevante Kennzahlen für den stationären Sektor, den ambulanten Sektor (haus- und fachärztliche, medikamentöse, Hilfs-/Heilmittel-Versorgung) und für Pflegeleistungen. Die Ergebnisse für den Landkreis Gießen und Hessen werden vergleichend darge-
stellt. Die Auswertungen basieren auf den Daten der AOK Hessen und der BARMER-GEK.

Dr. Veronika Lappe, Peter Ihle

Laufzeit: April 2015 bis Dezember 2015
Fördernde Institution: Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main


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Psychopharmakaverordnung bei Kindern und Jugendlichen: zeitliche Trends, Langzeitverläufe und Einflussfaktoren für eine Verordnung auf der Basis von Daten deutschlandweit tätiger Krankenkassen

In Deutschland zeigen schätzungsweise 10-20% der Kinder und Jugendlichen psychische Störungen oder Verhaltensstörungen. Ein erstes Vorhabensziel besteht in einer detaillierten
Beschreibung sowohl der Behandlung mit Psychopharmaka als auch der Anlässe für die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland basierend auf den Daten zweier großen Krankenkassen (AOK/TK).
Neben der Darstellung zeitlicher Trends der Verordnungsweise über die Jahre 2004 bis 2011 ermöglicht die Analyse patientenindividueller Langzeitverläufe Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme von medizinischer Leistungen (auch unter Berücksichtigung des vorhan-
denen Angebotes an kinder- und jugendpsychiatrischen Therapeuten/
Einrichtungen) und die Verordnung von Psychopharmaka zu erheben. Von besonderem Interesse ist hierbei, wie sich Diagnosen, Therapien und Inanspruchnahmeverhalten beim Übergang vom 17. in das 18. Lebensjahr (
Phase der Transition) verändern. Darüber hinaus soll untersucht werden, welchen Faktoren zu einer Psychopharmaka-
verordnung bzw. psychotherapeutischen Behandlung führen. Hierbei wird auch die
Entfernung vom Wohnort des Patienten zum Arzt/zu einer Einrichtung als erklärende Variable berücksichtigt. Ebenso werden Einflussfaktoren auf die Art der Antipsychotikaverordnung (1./2. Generation) bzw. der Stimulantienverordnung (Methylphenidat oder Atomoxetin) erhoben.

Dr. Sascha Abbas, Peter Ihle, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Februar 2012 bis August 2014
Fördernde Institution: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Versorgung und Ressourcenverbrauch inzidenter Demenzpatienten unter besonderer Berücksichtigung
der Demenz bei Alzheimer-Krankheit


In dieser Untersuchung soll das Inanspruchnahmeverhalten - und somit der Ressourcenverbrauch - von Patienten mit Demenz bei Alzheimer-Erkrankung analysiert werden. Als Datenbasis dient die versicherten- und sektorübergreifend erhobene Versichertenstich-
probe AOK Hessen/KV Hessen (1998-2012). Inzidente Demenz- und Alzheimerpatienten werden in einem Zeitfenster von 2005 bis 2007 identifiziert und jeweils beginnend drei Jahre vor Inzidenz über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet. Durch einen Paarlingsvergleich soll der Frage nachgegangen werden,
ob und in welcher Weise sich das Inanspruchnahmeverhalten bereits vor der Dokumentation einer gesicherten Diagnose der (späteren) Demenzpatienten von Patienten ohne Demenz unterscheidet und wie sich der Ressourcenverbrauch über einen längeren Zeitraum entwickelt. Durch die Analyse erhält man Hinweise auf die Bedeutung der Diagnosestellung - hier der Dokumentation in der ärztlichen Abrechnung - für den weiteren Ressourcenverbrauch.

Dr. Veronika Lappe, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: Februar 2011 bis Januar 2012
Fördernde Institution: Bayer Health Care

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Stationäre psychiatrische Versorgung

Ziel des Projektes ist die Beschreibung der stationären Versorgung bei psychiatrischen Erkrankungen an Hand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Projekt ist vor dem Hinter-
grund zu sehen, dass die Krankenhausdiagnosestatistik lediglich einen Fallbezug aufweist und der seit Jahren zu beobachtende Rückgang der Verweildauern mangels Kenntnis der Wiederaufnahmerate nicht bewertet werden kann. Zunächst werden Prävalenzen und Inzidenzen für ausgewählte psychiatrische Erkrankungen mit Schwerpunkt
Schizophrenie und affektive Störungen geschätzt. Darauf folgend wird die Inanspruchnahme stationärer Aufenthalte dargestellt. Von Interesse sind hierbei das Verhältnis der Fälle mit psychiatrischer Diagnose zu den Patienten mit diesen Diagnosen, die Altersverteilung der Fälle und Patienten, die Anzahl der Krankenhausaufenthalte sowie die durchschnittliche Verweildauer. Zusätzlich wird eine Längsschnitt-
untersuchung für die Gruppen der Schizophrenie- und Depressions-
patienten durchgeführt. Neben der Darstellung der
Rehospitalisierung im Follow-Up, liegt ein Fokus auf der ambulanten Inanspruchnahme, wie Arzneimittelgebrauch, Arztbesuche und psychotherapeutische Konsultationen zwischen Krankenhausaufenthalten. Datengrundlage ist die Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen.

Dr. Sascha Abbas, Peter Ihle, Dr. Ingrid Schubert

Laufzeit: März 2007 bis Oktober 2010
Fördernde Institutionen: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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2-Jahres-Follow-up von Kindern und Jugendlichen mit
neu beginnender Methylphenidat-/Atomoxetintherapie
in den Jahren 2000 bis 2005


Ziel der Studie ist ein
Vergleich der Inzidenz und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit neu beginnender Methylphenidat-/
Atomoxetinverordnung (ADHS-Verordnung)
in unterschiedlichen Beobachtungsjahren (ADHS = AufmerksamkeitsDefizit/Hyper-
aktivitätsSyndrom). Hierzu wurden drei Kohorten betrachtet: Inzidenz in den Jahren 2000 und 2001 (K1), in 2002 und 2003 (K2) sowie 2004 und 2005 (K3). Jede Kohorte wird für zwei Jahre - individuelles Follow-up von 730 Tagen ab dem Inzidenztag - beobachtet. Von Interesse sind folgende Aspekte: Veränderungen in den Alters-
gruppen und im Anteil der Jungen und Mädchen, Vorliegen einer psychiatrischen Komorbidität zum Zeitpunkt der Erstverordnung von Methylphenidat/Atomoxetin und Unterschiede zwischen den drei Kohorten der die Therapie initiierenden Arztgruppen. Darüber hinaus wird die nichtmedikamentöse Behandlung vor und nach Beginn der Stimulanzientherapie sowie die Verordnungsintensität und Dauer der Stimulanzientherapie betrachtet.

Dr. Veronika Lappe, Dr. Ingrid Schubert, Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl

Laufzeit: Januar 2010 bis Oktober 2010
Fördernde Institution: Marga und Walter Boll-Stiftung

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Inanspruchnahmeverhalten von Demenzpatienten im Spiegel von GKV-Daten

Ziel der Untersuchung war es, durch eine Beschreibung der
Inanspruchnahme der Versorgung von Demenzpatienten im Jahr 2002 im Vergleich zu alters- und geschlechtsgematchten Kontrollen Hinweise auf Schwerpunkte der Versorgung sowie auf möglichen Versorgungsbedarf in Bezug auf somatische Erkrankungen zu erhalten. Datengrundlage stellte die Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen für die Jahre 1998-2002 dar. In Bezug auf die Inanspruchnahme von Hausärzten und hausärztlich tätigen Internisten wiesen Demenzpatienten im Vergleich zu den Kontrollen 11 zusätz-
liche Arztkontakte im Jahr 2002 auf. Der Anteil mit einem oder mehreren Facharztkontakten (ohne Neurologen/Psychiater) war bei den Demenzpatienten im Vergleich zu den Kontrollen nicht nur geringer, es zeigten sich auch bei einzelnen Facharztgruppen, und damit verbunden im Leistungs- und Verordnungsspektrum, deutliche Unterschiede. Wie zu erwarten war, zeigte sich für die Demenz-
patienten ein erhöhter Betreuungsaufwand. Der Anteil der Demenz-
patienten mit einer Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung lag bei 74%, unter den Kontrollen hingegen bei 30%. Auffallend waren bei den Demenzpatienten die im Vergleich zu den Paarlingen deutlich höheren Behandlungsraten mit Blutersatzmitteln (Physiologische Kochsalzlösungen), Antimykotika, Wundbehandlungsmitteln, Antibiotika und Analgetika. Seltener im Vergleich zu den Kontroll-
patienten wurden bei Demenzpatienten systemische und topische Antiphlogistika und Antirheumatika verschrieben (Demenzpatienten: 26%, Kontrollen: 39%).

Dr. Jutta Küpper-Nybelen, Dr. Ingid Schubert

Laufzeit: Oktober 2005 bis September 2006
Fördernde Institution: AOK Hessen, KV Hessen,
Hessisches Sozialministerium

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Kinder und Jugendliche mit Behandlungsanlass
Hyperkinetische Störung


Auf der Basis der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen, die die Beobachtung von ca. 60.000 Kindern und Jugendlichen jährlich erlaubt, sollte durch eine epidemiologische Studie eine
Schätzung des Anteils der Kinder und Jugendlichen vorgenommen werden, bei denen im Jahr 2002 eine hyperkinetische Störung (HKS) als Behandlungs-
anlass dokumentiert war. Weiter sollte der
Umfang diagnostischer, psychotherapeutischer und medizinischer Behandlungen sowie die verschiedenen Leistungserbringer bzw. Arztgruppen erfasst werden. Die Studie möchte damit einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten, in dem sie versucht, die Black Box der Versor-
gungsrealität ein wenig auszuleuchten.

Der Behandlungsanlass HKS wurde vor allem in den mittleren Alters-
gruppen (7 bis 10 Jahre) und bei Jungen deutlich häufiger als bei Mädchen dokumentiert. Die in den Daten der Versichertenstichprobe AOK Hessen/KV Hessen dokumentierte Behandlungs- und Verord-
nungsweise bei HKS weist keine Extreme auf. Optimierungsmöglich-
keiten bestehen im Bereich der Diagnostik und in Bezug auf die Kontinuität der Methylphenidattherapie. In der Praxis sind Gründe für Einmalverordnungen und für diskontinuierliche bzw. unterdosierte Therapien zu überprüfen. Die Qualität der Therapie steht und fällt jedoch mit der richtigen Diagnosestellung und mit der Einbindung der Pharmakotherapie in einen multimodalen Therapieplan unter Einbeziehung von Eltern und Schule bzw. Kindergarten sowie anderer psychosozialer Berufsgruppen. In wie weit dies heute umgesetzt wird, muss mit Hilfe anderer Studiendesigns erforscht werden.

Dr. Ingrid Schubert, Ingrid Köster, Dr. Christoph Adam*, Peter Ihle, Prof. Dr. Manfred Döpfner*, Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl* (*Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universität zu Köln)

Laufzeit: Mai 2002 bis Januar 2003
Fördernde Institution: Bundesministerium für Gesundheit
und Soziale Sicherung

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versorgungsepidemiologie
qualitätssicherung
sekundärdatenanalyse